Missionseinsatz ins Pamirgebirge und das angrenzende Tal des Flusses Jagnob.

Hoch in den Bergen Tadschikistans, in einer Höhe zwischen 2.000 und 4.000 m über dem Meeresspiegel, lebt seit vielen Jahrhunderten das kleine Volk der Jagnoben, das jedoch eine bewegte Geschichte aufweisen kann. Ihren Namen bekamen sie von dem Fluss Jagnob, in dessen Tal sie leben.
Die Jagnoben sind die Nachkommen der Sogdier, eines Volkes, das im 8. Jh. v.Chr. in der Provinz Sogdien im Persischen Reich lebte. Sagdien befand sich auf dem Gebiet des heutigen Usbekistan, Kirgistan und Tadschikistan.
Als Alexander der Große dieses Gebiet im Jahr 327 v.Chr. eroberte, flohen die letzten Nachkommen der Sogdier in die Berge des Pamirs und ins Jagnobtal. Dort lebten sie jahrhundertelang fern von jeglicher Zivilisation. Nach der Eingliederung dieses Gebietes in das Herrschaftsgebiet der Araber, wurde der Islam zur Hauptreligion der Pamirbewohner. Ihr Lebensstil ähnelt heute noch sehr dem ihrer Vorfahren. Primitive Werkzeuge, Wassermühlen, Viehhaltung und Ackerbau sichern nach wie vor ihr Überleben in den schwer erreichbaren Bergen. Da es dort kaum Straßen oder Wege gibt, existieren auch heute noch ganze Bergdörfer oder Zeltsiedlungen, in denen die Menschen noch nie die rettende Botschaft über das Opfer Jesu Christi für die Sünden der ganzen Menschheit gehört haben. Mit der Unterstützung des Missionswerkes FriedensBote besucht Bruder Valerij aus Russland schon zum wiederholten Mal mit einigen tadschikischen Christen aus Duschanbe diese Gegend. Dabei erreichen sie jedes Mal immer weiter entfernt liegende Siedlungen und einzelne Familien.
Im August 2013 fand eine solche Reise statt, deren Hauptziel die Verbreitung des Wortes Gottes auf dem Territorium des tadschikischen Pamirgebirges und im Jagnobtal war. Die Teilnehmer nahmen mehr als 300 Neue Testamente in kirgisischer und tadschikischer Sprache sowie einige DVDs mit dem Jesusfilm mit. Außerdem hatten sie Hilfsgüter dabei. Schwer beladen machten sie sich auf den langen und teilweise lebensgefährlichen Weg.
Im Laufe der insgesamt etwa 2.500 km langen Reise mussten sie oft Bergpässe und enge Schluchten sowie reißende Bergflüsse überwinden. Häufig führte der schmale Schotterweg am Rande des Abgrundes entlang. Mehrfach drohte dem Geländewagen wegen starkem Regen der Absturz in die tiefe Kluft. Ein Stein durchschlug den Tank, die Kraftstoffleitung platzte. Trotz all dieser Schwierigkeiten wurden sie jedoch von Gott bewahrt. Mit Seiner Hilfe erreichten sie die geplanten Ziele. Als die befahrbaren Wege zu Ende waren, verließen die Missionare den Wagen und setzten ihren Weg mit Hilfe von Reittieren fort. Sie mieteten bei der einheimischen Bevölkerung Esel und transportierten auf diese Art die wertvollen Neuen Testamente ins Hochgebirge. Die Reittiere sind in dieser Gegend die einzigen Fortbewegungsmittel.
Die Menschen hörten und nahmen die Botschaft des Evangeliums gerne an und stellten viele Fragen über Jesus und den Weg des Heils. Es gab viele Begegnungen mit der Bevölkerung. Die Prediger wurden überall den fernöstlichen Gastfreundschaftsregeln gemäß aufgenommen. Die Menschen teilten gerne ihre kärglichen Mahlzeiten mit ihnen. Abends wurden alle Nachbarn dazu eingeladen, den Jesus-Film in ihrer Muttersprache anzuschauen. Danach dauerte die Gemeinschaft bis spät in die Nacht. Gerne unterhielten sich die Zuschauer über die biblische Botschaft. Groß und Klein interessierte sich für die ungewöhnlichen Gäste, die nur gekommen waren, um ihnen die wichtigste Botschaft zu erzählen, die jeder Mensch hören muss. In einigen Bergdörfern wurden die Kinder versammelt, und die Brüder unternahmen mit ihnen mancherlei sportliche Aktivitäten und hielten danach einen kindgerechten Bibelunterricht ab.
Weil oft die grundlegendste medizinische Versorgung fehlt, leiden viele Kinder unter schweren Erkrankungen. Einige von ihnen sterben noch im Kindesalter. Das zwingt einige besonders mutige Eltern, das Land ihrer Väter zu verlassen und näher in die Zivilisation zu ziehen. Aber lange nicht alle haben diese Möglichkeit. Im Laufe der Reise leistete einer der Reiseteilnehmer, der Arzt ist, allen Notleidenden medizinische Hilfe.
Einige Bergdörfer besuchten die Brüder schon zum wiederholten Male. Sie trafen eine Familie, die sie bereits vor drei Jahren aufgesucht hatten. Als sie auf der Türschwelle den kleinen zweijährigen Sohn sahen, fragten sie den Vater nach dessen Namen. Der Vater antwortete stolz: „ Er heißt Issa (das bedeutet Jesus). Wie hätte ich ihn denn sonst nennen sollen? Vor drei Jahren habt ihr mir ein Neues Testament geschenkt, in dem geschrieben steht, dass Jesus für die Sünden der ganzen Menschheit starb. Aus Liebe zu Jesus habe ich meinem Sohn den Namen Issa gegeben.“ Diese Zeugnisse von kindlichem Glauben und Ehrlichkeit beeindrucken sehr stark. Es stimmt uns dankbar, dass diese Menschen oft Jesus Christus als ihren persönlichen Erretter annehmen, nachdem sie nur einmal die Frohe Botschaft von Ihm gehört haben.
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