Wenn unsere Glaubensvorbilder gehen…
Nachrufe

„Gedenkt an eure Lehrer,
die euch das Wort Gottes gesagt haben;
… ahmt ihren Glauben nach!“ (Hebr. 13,7)
die euch das Wort Gottes gesagt haben;
… ahmt ihren Glauben nach!“ (Hebr. 13,7)
Fedor Machowitskij und Nikolai Schepel sind heimgegangen. Diese Brüder gehörten zu den führenden Persönlichkeiten der verfolgten Christen-Baptisten Gemeinden in der ehemaligen Sowjetunion und haben im wahrsten Sinne des Wortes „die Last und Hitze des Tages getragen“ (nach Matth. 20,12).
Fedor Machowitskij und Nikolai Schepel hatten vieles gemeinsam. Fedor wurde im Jahre 1930 in einem russischen Dorf geboren; Nikolai im Jahre 1938 in einem ukrainischen Dorf. Beide Brüder kannten die Armut und haben schon früh Leid tragen müssen. Fedor war 10 Jahre alt, als seine Mutter starb. Nikolai war in seiner Jugend schwer krank.
Beide Brüder haben schon in jungen Jahren ihr Leben dem Herrn geweiht. Voller Eifer stellten sie ihre Fähigkeiten und Gaben Gott und der Gemeinde zur Verfügung.
Schon im Alter von 32 Jahren wurde Fedor zum Pastor der stark verfolgten Baptisten-Gemeinde im russischen Leningrad gewählt. Nikolai wurde Pastor der ebenfalls stark verfolgten Baptisten-Gemeinde in der ukrainischen Stadt Tscherkassy im Alter von 34 Jahren. Auch dort wüteten die Christenverfolger.
Die Verfolgungen trafen beide Brüder sehr hart. In der Regel wurden die aktiven Gemeindediener zuerst verhaftet. Fedor Machowitskij wurde zweimal verurteilt und verbrachte in schwer zugänglichen nördlichen Gebieten sieben Jahre Haftzeit. Eine Zeitlang war er gemeinsam mit Bruder Georgij Vins im Straflager. Die ebenfalls zwei Verhaftungen des Bruders Nikolai Schepel sollten ihn für 13 Jahre von seiner Familie trennen. Er war einer der wenigen Christen, der zum schlimmsten „geschlossenen“ Gefängnisregime (äußerst verschärfte Haftbedingungen) verurteilt wurde. Der Herr verringerte seine Haftfrist auf 4,5 Jahre.
Unsägliche Nöte mussten die Familien der beiden Brüder erleiden: pausenlose Überwachung des KGB (Sicherheitsorgan), Schikanen der Kinder in der Schule, wiederholte Hausdurchsuchungen und Beschlagnahmung des gesamten Eigentums laut Urteil des Gerichts, Besuche der Familienväter nur einmal jährlich im Gefängnis. Doch die Bereitschaft der Brüder für den hingegebenen Dienst wurde dadurch weder geschwächt noch erlosch sie ganz. Sie wurden zu Lehrern und Vorbildern für Tausende Christen weit über die Grenzen ihrer Wohngebiete hinaus.
Nachdem Glaubensfreiheit herrschte, dienten die Brüder dem Herrn mit unverminderter Opferbereitschaft. Bruder Schepel war ein unermüdlicher Missionar und Gemeindegründer. Beide Brüder waren sehr viel auf Reisen.
Die Überlastung der Brüder hinterließ Spuren. Sie wurden wiederholt von Gehirnschlägen und Herzinfarkten betroffen.Doch die Brüder vergaßen ihre eigenen Probleme und opferten sich restlos für die Verbreitung des Evangeliums auf.
Sieben Kinder in einer Familie und acht Kinder in der anderen und zahlreichen Enkel dürfen dem guten Beispiel ihrer liebevollen Väter und Großväter folgen. Sie und viele Gemeinden trauern um den bedeutenden Verlust.
Am 8. und 16. April 2011 hat unser Herr Seine zwei treuen Diener in die verdiente Ruhe in Seine himmlischen Wohnungen abberufen. Sehr treffend passen zu ihrem Leben die Worte aus Hebr. 11,16: „… sie trachten nach einem besseren, nämlich einem himmlischen. Darum schämt sich Gott ihrer nicht, ihr Gott genannt zu werden; denn Er hat ihnen eine Stadt bereitet.“
Unser Missionswerk hatte mit den beiden Brüdern mehrere gesegnete Arbeitskontakte. Im Namen vieler Gemeinden und Tausender Missionsfreunde drücken wir den Hinterbliebenen unser herzliches Beileid aus.
Missionswerk FriedensBote




